28.05.2009
Abflug Richtung China, Zielort Shanghai

29.05.2009
Nì hao und Hallo in Shanghai
Ankunft in Shanghai morgens um 6:30 Uhr, nach check noch im Flugzeug auf Schweingrippe (mittels Lasergerät wird auf der Stirn die Temperatur gemessenhabe ich meinen Koffer geschnappt und gehofft, dass mein Kontaktmann anwesend ist. Tja, war er nicht, aber doch mit 5min Verspätung war er doch noch gekommen, hatte ein wenig viel Verkehr, so wie er es mir auf Chinesisch versuchte zu erklären! Danach fuhr er mich das erste Mal durch die Stadt Richtung meines Hotels (Jiangou Hotel Shanghai, www.jiangou.com). Mein erster eindruck überraschte mich, die ersten 20km sah ich noch kein einziges Hochhaus und der Autobahn schien mir, als hätten Sie alles neu bepflanzt und Luft war gar nicht so verschmutzt! Dann viel mir auf das es überall wo nur möglich Werbetafeln mit der Aufschrift „Better City, Better Life“, dem Werbeslogan für die EXPO 2010 in Shanghai. Ja, man spürt irgendwie schon am ersten Tag, da tut sich was in der Stadt. Am Hotel angekommen zuerst einmal ein bisschen geruht und einfach ein bisschen gewesen. Irgendwann am Nachmittag traf ich dann die Claudia, die beste Reiseführerin in der ersten Woche und zukünftige Arbeitskollegin. Am Abend ging es dann noch ins imposante Shanghai-Stadion den Match China – Deutschland anzusehen. Da Claudia die Deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, hielt ich mich ein wenig zurück mit meinen Pfiffen gegen unseren „dem wird nichts gegönnt“ Nachbar. Tja, nach einem eigentlich langweiligen Spiel trennten sich die beiden Mannschaften 1:1!

Claudia, Max (auch ein neuer Arbeitskollege mit jedoch italienischer Herkunft) und ich
betranken noch meine Ankunft in der Club-Bar Zapata’s und tja, das nette Girl das auf der Theke tanzte hatte doch tatsächlich eine Tequilla-Flasche in der Hand und es reute Sie nicht den kleinen Chinesen

und den etwas grösseren Europäer (also mir J), davon direkt in den Hals zu schütten. Natürlich war auch ich zum Genuss gekommen.,

Müde aber zufrieden ging ich spät, nach einem sehr langen Tag ins Bett! Übrigens hatte ich schon den ersten Fisch probiert und mit Stäbchen z’Nacht gegessen.
30.05.2009
Ich hatte noch gestern den Schlüssel für meine Wohnung im 31. Stock bekommen


31.05.2009
Da Claudia an diesem Sonntag arbeiten musste (Sie hatten am Donnerstag frei, es war irgend ein Feiertag und als Brückentag war der Freitag frei, jedoch gibt’s das hier eigentlich nicht, daher musste der Freitag am Sonntag nachgeholte werden, das erste Fragezeichen schwirr mir über dem Kopf), war ich nun auf mich alleine gestellt. Nach dem auschecken im Hotel, ging ich mal zu Fuss auf Entdeckungstour. Brutal heiss und schwül, für meinen Geschmack schon fast unerträgliche 32 Grad, etwas stickige Luft, da mal ein Fischgeruch, dort mal ein Dampf der eher meinen Hunger unterdrückte und natürlich die Lieblingsbeschäftigung der Chinesen, dass hupen, überall hupt es wo auch immer man steht!Der Taxifahrer hupt weil er Kunden sucht, ein andere hupt, weil er sich zu erkennen gibt, wieder ein andere hupt weil es ihm einfach danach ist und dort hupt’s nun einfach. Man gewöhnt sich relativ schnell daran und man unterdrückt das Gehupe einfach, denn es wird selten böse gemeint, es gilt eher zu Vorsicht, denn das Vertrauen dem anderen gegenüber ist klein, es bedeutet einfach, Achtung, mach jetzt ja keinen Fehler, ich komme! Ob links oder rechts, oder auf der Gegenfahrbahn, dass spielt hier absolut keine Rolle!
01.06.2009
Mein erster Arbeitstag: Der Shuttelbus, eher als Car zu verstehen bringt einem jeden morgen, „fast sicher“ zu meinem jetzigen Arbeitgeber. Die Fahrt dauert normalerweise so ca. 1 Stunde kann aber auch mal bis zu zwei Stunden dauern, weil die Chinesen hier (es gäbe sie schon, nur interessierts hier niemanden) kein Strassenregeln kennen und auch mal eine doppelte Gegenfahrbahn benutzen und somit für den Gegenverkehr kein durchkommen gewährt, so natürlich können auch wir nicht mehr weiter, aber irgendwie geht’s trotzdem langsam vorwärts! Mir gefällt das und ich glaube ich würde mich wohlfühlen nach diesen Regeln fahren zu können, nur darf ein Europäer trotz Brief (man müsste nochmals eine kleine Prüfung machen) nicht fahren, ich denke ist auch besser so. Obwohl die Schilder zweisprachig Benannt sind ist es am Anfang sehr schwer sich zu Recht zu finden, den mit der Schreibweise der Chinesen ist es sehr schwierig hier. Irgendwann einmal sind wir dann doch angekommen und die Vorstellungsrunde begann. Ein bisschen überrascht über meine Grösse waren die Mitarbeiter schon, aber im Nachhinein glaube ich doch akzeptiert worden zu sein. Mir wurde sofort eine kleine Arbeit zugeteilt, ich solle doch einem Montageschritt einer Baugruppe mitwirken und dokumentieren. Dann war schnell einmal Mittag, ich war gespannt auf das Mittagessen in der Kantine. Das gab es den chinesischen Teil, was da alles zu Essen gab wusste ich nicht, probierte einfach einmal ein paar Sachen, ich glaube es war Poulet und Fisch. Es gibt aber auch eine „ganz kleinen Imbisstisch“ mit Parmaschinken und Brot mit Früchten für Europäer, das wie ich gehört habe, jeden Tag das selbige ist! Janu, da muss ich nun durch.
02.06.2009-04.06.3009
Mein zweiter Arbeitstag begann mit einer Taxifahrt zum Flughafen, denn es hiess, Lieferant besuchen und Lieferanten zu finden in Chongqing (man spricht dies Johnsching), für unsere neue Webmaschine die hier in Shanghai montiert wird. Einer unsere Einkäufer (er heisst Rock), zum Glück ein Chinese war ebenfalls dabei, denn ohne chinesische Unterstützung, wäre es sehr, sehr schwer, eigentlich unmöglich mit den Lieferant zu kommunizieren. Er zeigte mir in den ersten drei Tagen, was es heisst richtig chinesisch zu essen. Die speziallität in Chongqing ist der HotPot

ein Schweinehirn. Lecker nicht, zum Glück wird alles sehr gut gewürzt, somit wurde bei mir der Brechreiz bis jetzt noch nie ausgelöst! Bei den Lieferant gibt es zweierlei, bei einem schien alles sauber und gepflegt und beim anderen halt das Gegenteil, da wird geschweisst mit Sonnenbrille, wird gedreht und gfrässt ohne Schutzbrille und in den Giessereien ist die Luft nicht wirklich sauber, tja, aber irgendwie scheint jedem seine Arbeit zu gefallen und es wird in Seriearbeit eine Bohrung gebohrt und das Bauteil dem nächsten Arbeiter weitergegeben, der auch wieder nur ein oder zwei Bohrungen bohrt. Somit können, natürlich bis zu 10 Leute an einem Bauteil rumbohren und die Einstellung der Maschinen müssen nie geändert werden.
05.06.2009-07.06.2009
Wieder zurück in Shanghai, hiess es am Freitag eine Webberei zu besuchen, der überhaupt nicht den chinesischen Standart besitzt, tiptop gepflegte Maschinenhallen, sogar klimatisiert, wenige ArbeiterInnen die bei Ausfällen sofort den Fehler beheben, die haben sogar Gehör- und Mundschutz auf, was in China scheinbar auch nicht üblich ist. Irgendwann am späteren Nachmittag war ich erstamls so richtig im Büro und startete meinen Computer. Plötzlich pfiff es durch alle Räume und die Arbeiter sprangen vor die Türe, ein übles Gewitter zog auf, und der Tag wurde zur Nacht, Blitze donnerten nieder und in Shanghai hagelte es sogar, Storm viel an viel Orten der Stadt aus und die Brücken wurden als Dach genutzt, jeder der irgendwie konnte Stand da, natürlich hatte niemand einen Schirm dabei. Habe auch diesen Thunderstorm überlebt. Am Samstag ging ich noch ein wenig auf Entdeckungstour und bestaunte den Longhua-Tempel (Tempel der Drachenblume)
ist der grösste und älteste Tempel und die wohl schönste buddhistische Tempelanlage in Shanghai. Und nun sitze am Sonntagabend bei einem gemütlichen Bierchen vor dem Fernseher, den der Final von Roland Garros (Federer gegen den Schweden) da läuft und schreibe diesen Bericht. Ist ein bisschen lang, aber was macht man nicht alles, wenn man kein Internet hat!
PS: ich schaue mir oft Sport am TV an, da spielt die Reportersprache (logischerweise Chinesisch) keine so grosse Rolle. Auch wenn Federer läuft wird ein unbedeutendes Doppel mit einer Chinesin gezeigt. Der Match Federer – Del Potro wird für 45min unterbrochen, weil Sportnews anstehen. Man schaut sich interessante WM-Qualispiele im TV an z.B. Quatar - Australien, denn ich besitze gerade mal nur einen Englisch sprechenden Nachrichten- und Infokanal, ist nicht mal so schlecht. Und nebenbei läuft noch die Pingpong Weltmeisterschaft in Japan, heieiei, die können dann so was von schmettern.
Warum ich eine Woche nur kalt duschen konnte, wie es mir „nicht wirklich glückte“ mit den Stäbchen zu Essen, warum ich die Klimaanlage, wegen einer internen Wohnzimmerüberschwemmung, auseinanderschrauben musste, warum man in China zum Kettenraucher werden könnte, weshalb mich die Taxifahrer anfangs überhaupt nicht verstanden, erkläre ich dann vielleicht beim nächsten mal.
Ich fühle mich wohl und habe mich sicher auch bald eingelebt, habe zum Glück bis jetzt noch nie den „Schiiser“ gehabt. Das wars Tschüss und zài jiàn
Romek






3 Kommentare:
Super Bricht! Interessanti News! Witer so! Freu mich scho uf dä nächsti Bricht! ... und falls dä schiiser glich mol nu überchunsch (ich bin überzügt) dänn muesch nu en griff zum enzian mache und scho isch dä schiiser weg....
wär am liebschä au döt änä und würd mit dir uf em Tisch tanzä, natürlich mit Tequila und Pingpongspileri!
de blog tuen ich glaubs im weavnet i-binde.... hehe....
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